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Interview mit Schlalachs am weitesten gereisten Bewohner

08.05.2014

schlalach.com: „Herr Torch, …“

S.Torch: „Sie können ruhig ‚Siggi‘ zu mir sagen.“

schlalach.com: „Siggi, Sie pflegen einen Lebensstil, von dem andere Schlalacher nur träumen können: Frühling und Sommer verbringen Sie im Hohen Fläming, Herbst und Winter nutzen Sie für ausgedehnte Reisen durch den afrikanischen Kontinent. Ist das wirklich so ein paradiesisches Leben, wie es zunächst klingt?“

S.Torch: „Nun ja, solange man jung ist, sind diese Reisen sehr aufregend. Man ist ja auch nicht alleine unterwegs – da geht es auf den Routen schon manchmal zu wie auf der Autobahn, und man trifft eine Menge interessanter Typen. Aber je älter ich werde, desto mehr freue ich mich auf die Rückkehr.“

schlalach.com: „Sie sind bereits vor Ihrer Frau hier eingetroffen – was steckt hinter dieser Verabredung zwischen Ihnen beiden?“

S.Torch: „Wissen Sie, Sabine hat schwache Nerven, und deshalb haben wir beschlossen, dass ich immer schon ein wenig früher nach Schlalach fliege, um dort nach dem Rechten zu sehen und alles für ihre Rückkehr vorzubereiten. Wenn man sein Zuhause ein halbes Jahr unbeaufsichtigt lässt, können einen schon mal unangenehme Überraschungen erwarten. Einmal hatte sich so ein komischer Vogel bei uns eingenistet und wollte einfach nicht einsehen, dass dieses Hausdach schon vergeben war. Meist geht es aber nur darum, ein paar Löcher zu stopfen und alles gründlich abzustauben.“

schlalach.com: “Was gefällt Ihnen denn an Potsdam-Mittelmark am besten?“

S.Torch: „Das Essen. Auf den Wiesen und Weiden der Gegend findet man die fettesten Frösche, die knusprigsten Reptilien, die zartesten Mäuse, die saftigsten Insekten und Larven, die längsten Regenwürmer und aromatischsten Fische.“

schlalach.com: „Sabine und Sie sind ein sehr kinderreiches Paar; während die deutsche Frau im Durchschnitt 1,3 Kinder großzieht, bringen Sie beide es auf drei bis fünf Junge jedes Jahr. Wie schaffen Sie das?“

S.Torch: „Das ist natürlich ein Haufen Arbeit, und wie die meisten jungen Väter habe ich ordentlich zu tun, alle hungrigen Mäuler satt zu kriegen. Aber Sabine und ich teilen uns die Arbeit. Und wenn ich gerade mal keinen Kinderdienst habe, dann habe ich sogar ein wenig Zeit, meinem Hobby nachzugehen.“

schlalach.com: „Was für ein Hobby ist das?“

S.Torch: „Ich betreibe Segelflug. Ich liebe es, über die Dörfer zu schweben und dem Treiben der Menschen zuzusehen. Oft winken mir die Leute zu und wollen Fotos von mir machen. Besonders amüsieren mich aber die manchmal entsetzten Blicke junger Männer, wenn ich direkt über ihren Frauen hinwegfliege – seit mal jemand herumerzählt hat, ich hätte einen Versandhandel für Säuglinge eröffnet, kommt es immer wieder zu geradezu absurden Situationen.“

schlalach.com: „Siggi, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen einen angenehmen Sommer in Schlalach.“

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